Meine Welt
Geboren wurde ich vor langer Zeit im wunderschönen Gelnhausen. Diesen Teil meines Lebenslaufes teile ich mit berühmten Personen wie Philipp Reis und Johann Jakob Christoph von Grimmelshausen. Ersterer ist übrigens der Erfinder des Telefons, auch wenn erst Alexander Graham Bell diese Technik zur Marktreife brachte. Grimmelshausen ist als Schriftsteller insbesondere durch seinen Simplicissimus bekannt geworden, der 1668 erschien und für einen Schüler des Grimmelshausen-Gymnasiums quasi allgegenwärtig ist. Vielleicht haben die großen Vorbilder ein wenig dazu beigetragen, meinen Lebensweg zu prägen. So habe ich mich für ein Studium der Physik entschieden, und so habe ich irgendwann auch damit begonnen Geschichten zu schreiben.
Wie ich zum Schreiben gekommen bin, ist schwer zu sagen - jedenfalls war es erst in fortgeschrittenem Alter, irgendwann während der Zeit meines Studiums. Als prägende Literatur dieser Zeit fällt mir vor allem Douglas Adams ein: Per Anhalter durch die Galaxis war unter Physikern fast schon Pflichtlektüre. Entsprechend albern waren meine damaligen Ergüsse, und zum Glück sind meine frühen Werke "verloren gegangen". Gleichzeitig kam in dieser Zeit noch meine Leidenschaft für das Rollenspiel hinzu, was mich dazu animierte, Abenteuer für meine Spielgruppe zu verfassen.
Und dann, irgendwann, war es soweit: eine Idee formte sich in meinem Kopf - von einer Welt, in der es Drachen, Ritter und Zauberer gibt. Trotzdem dauerte es noch lange, bis ich mich wirklich hinsetzte und schrieb, aber wer selbst schreibt, kennt vielleicht dieses Gefühl: die Geschichte will geschrieben werden!
Seitdem hat es mich nicht mehr losgelassen, mein Drachenroman wurde größer und größer, so umfangreich, dass die Verlage erstmal den Kopf schütteln: Zu dick für ein Erstlingswerk! Doch zeitgleich hatte ich die Gelegenheit, meine ersten Kurzgeschichten zu veröffentlichen, neben der Phantastik auch im Bereich der Science Fiction. Da ich beruflich in dieser Zeit sehr ausgelastet war, blieb es auch für einige Jahre bei den Kurzgeschichten, alle paar Monate mal eine Geschichte - ein Schnellschreiber war ich sowieso nie.
Dann, irgendwann, formte sich wiedermal eine Idee in meinem Kopf ... eine Geschichte, die geschrieben werden wollte - mein Romanprojekt Die dunkle Seele des Mondes.
Nach erfolgreicher Fertigstellung dieses historischen Romans entdeckte ich wieder einmal ein neues Betätigungsfeld für mich: die reale Geschichte. Und so ist mein aktuelles Projekt die Biographie des Astronomen Tobias Mayer, der auch eine Nebenrolle in meinem Roman spielt.